Café Crème mit Siebträgermaschine zubereiten

26. Januar 2021

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Kein anderes Kaffeerezept wird in der Schweiz öfters konsumiert als der mit dem Schümli. Wie funktioniert der Café Crème auf der ZURIGA?

Kurz-Theorie: Mahlgrad und Menge

Zu grobes Kaffeepulver bietet dem Wasser keinen Widerstand, es schiesst daran vorbei und nimmt die Aromen nicht auf. Das Ergebnis schmeckt dünn und säuerlich, die Crema ist hell oder inexistent. Ein Barista spricht von «unterextrahiert».

Zu feines Kaffeepulver bietet zu viel Widerstand. Das Wasser läuft nur langsam oder gar nicht am Pulver vorbei. Das Ergebnis ist dickflüssig, dunkel und bitter. Ein Barista spricht von «überextrahiert».

Bei der Menge verhält es sich analog. Zu wenig Kaffeepulver bietet keinen Widerstand. Zu viel Pulver führt zur Verstopfung. Wir empfehlen zu Beginn jeweils 18g im 2er-Sieb zu verwenden.

 

Was du brauchst

  • Mühle (in dieser Anleitung zeigen wir das Einstellen anhand der Eureka-Mühle)
  • Küchenwaage und drei Papierbecher oder ähnliches
    oder eine genaue Barista-Waage
  • Deine Tasse für Café Crème
  • Kaffeebohnen, mind. 500 Gramm der gleichen Sorte
  • Siebträger mit 2er Sieb

 

«Kafi Crème»: Schritt für Schritt

1. Mahlgrad auf Grundeinstellung setzen.

Wie man eine Mühle neu einstellt, zeigen wir in einer separaten Anleitung.

2. 18 g Kaffee mahlen

Mit Waage genau abwägen.

3. Kaffee zubereiten

Fülle deine Tasse mit Kaffee.

4. Mahlgrad auf Grundeinstellung setzen.

Wenn du jetzt auf Anhieb 120 ml Kaffee und eine schöne Crema in deinem Becher hast, dann bist du entweder ein Barista-Genie. Oder du hast verdientes Anfängerglück gehabt. Wahrscheinlicher sind folgende Varianten.

4. a) Der Café Crème ist sehr schnell durchgelaufen, es entsteht keine Crema.

Nach 30 Sekunden hast du mehr als 90 ml (zur Überprüfung kurz wägen). Der Kaffee ist «unterextrahiert». Das kann zwei Ursachen haben: Entweder, du mahlst zu grob. Stelle die Mühle somit etwas feiner. Oder aber, du benutzt den «falschen» Kaffee.

4. b) Der Kaffee ist sehr langsam in die Tasse getropft.

Falls du aber gar kein Kaffee in der Tasse hast, oder nur ein paar wenige dickflüssige Tropfen, dann war das Pulver zu fein. Der Kaffee wurde «überextrahiert». Bitte stelle die Mühle etwas grober. Und beginne wiederum bei Punkt 2.

5. Punkte 2 bis 4 wiederholen, bis das Ergebnis passt

Für einmal darf es dich um die wertvollen Bohnen nicht reuen. Wir selber brauchen oft 5 bis 10 Durchläufe.

6. Mahlmenge einstellen

Wenn du aber mal zufrieden bist, brauchst du nur noch die Mahlmenge einstellen. Das ist ganz klar der «einfachere Teil».

6. a) Hast du eine «programmierbare» Mühle?

Dann muss der Mengenregler noch so eingestellt werden, dass die Mühle stoppt nach den gewünschten 18g. Das geht wiederum nur mit Ausprobieren.

6. b) Hast du keine programmierbare Mühle?

Dann wirst du bald ein Auge dafür entwickeln, wie hoch sich die 18g Kaffeepulver im Sieb auftürmen. Mehr dazu auch in unserem Artikel zur Kaffeemenge.

Trinkst du nur «ab und zu Crème»?

Du bist eigentlich Espresso-Trinkerin, aber manchmal ist die Grosi zu Besuch? Dann empfehlen wir, für den Bezug 1-2 Stufen grober zu mahlen als du für deinen Espresso eingestellt hast. Wenn der Besuch wieder abgerauscht ist, stellst du die Mühle einfach zurück auf die Ausgangsposition.

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